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Arbeit

Berufliche Maßnahmen / Arbeit

Durch die Vielzahl der Arbeits-und Ausbildungsplätze kann die Jugendstrafanstalt Arnstadt in der Regel für jeden Gefangenen ein Arbeits- bzw. Ausbildungsangebot gewährleisten. Damit ist zugleich sichergestellt, dass die Schulpflicht für die jugendlichen Gefangenen erfüllt wird.

 

Insgesamt stehen derzeit 54 Arbeitsplätze in den Wirtschaftsbereichen zur Versorgung der Anstalt und 117  Ausbildungsplätze zur Verfügung. Diese Ausbildung besteht aus einzelnen Bausteinen. Je nach Dauer des Freiheitsentzuges und den Voraussetzungen bei dem einzelnen Gefangenen können vollwertige Berufsabschlüsse  oder IHK zertifizierte  Qualifizierungsbausteine in folgenden Bereichen erreicht werden:

  • Metall

Berufsausbildung zum „Maschinen- und Anlagenführer“                                             IHK-Zertifikatslehrgang „Bearbeiter im Metallbau-Spezifikation Spanen“

Verschiedene Schweißerpässe

 

  • Lehrküche

Berufsausbildung zur „Servicekraft Gastgewerbe“

IHK-Zertifikatslehrgang „Servicekraft im Küchenbereich“

 

  • Lager/Logistik

Berufsausbildung zum „Fachlagerist“ bzw. „Fachkraft Lagerlogistik“

IHK-Zertifikatslehrgang „Servicekraft für Kommissionierung und Versand“

 

  • Bau

Berufsausbildung zum „Hochbaufacharbeiter“ bzw. Maurer

IHK-Zertifikatslehrgang „Praktiker für Hochbau“

 

  • Farbe und Raumgestaltung:

Berufsausbildung zum „Bauten- und Objektbeschichter“ bzw. „Maler und Lackierer“

IHK-Zertifikatslehrgang „Beschichter von Beschichtungsträgern“

 

  • Garten-und Landschaftsbau:

IHK-Zertifikatslehrgang „Servicekraft Markt und Verkauf“

 

  • Holz

IHK-Zertifikatslehrgang „Servicekraft Holzbearbeitung“

 

  • Berufliche Aktivierung

 

Die Berufsausbildung wird durch den Freistaat Thüringen finanziert. Mit der Durchführung ist aufgrund einer öffentliichen Ausschreibung derzeit die Grone-Bildungszentren Thüringen GmbH  beauftragt. Die Facharbeiterprüfungen werden von der Industrie- und Handelskammer und der Handwerkskammer abgenommen. In allen Ausbildungsmaßnahmen werden die Gefangenen durch Sozialpädagogen des Bildungsträgers betreut. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Unterstützung der Gefangenen bei der Wiedereingliederung ins Arbeitsleben gelegt.

 

Lernbehinderte und benachteiligte Gefangene, die zur Teilnahme an einer Ausbildungsmaßnahme oder für eine wirtschaftlich ergiebige Arbeit noch nicht befähigt sind, werden in einem Aktivierungslehrgang gefördert. Dabei sollen sie handwerkliche Grundfertigkeiten erlangen. Ziel ist die Schaffung der Voraussetzungen für eine berufliche Ausbildung oder der Einsatz zu wirtschaftlich ergiebiger Arbeit. Berufsbildende Maßnahmen zur Berufsorientierung/ -findung, Berufsvorbereitung, berufliche Anpassung und auch die berufliche Aktivierung sind wichtige Bestandteile der beruflichen Bildung.