2.1 Angebotseinholung
Die in Prospekten oder auf der Homepage www.justizvollzug.thueringen.de/knastmade aufgeführten Verbrauchsgüter stellen kein bindendes Angebot an einen Verbraucher dar; sie gelten vielmehr als Aufforderung an den Verbraucher, sich ein verbindliches Angebot bei der entsprechenden JVA einzuholen.
Nach erfolgter Anfrage erteilt die auftragnehmende JVA dem Verbraucher ein verbindliches Angebot (Auftragsdaten, Lieferzeitpunkt -Nr.3.1-, Versandkosten -Nr. 3.2-, Warenpreis -Nr.4-, Hinweis auf Vorkasse -Nr.5-, Widerrufsbelehrung -Nr.2.2-, Übersendung der AGB-ThürJVA-Fernabsatz und Bankverbindung). Das Angebot erfolgt per E-Mail, wenn in der Anfrage eine korrekte E-Mail-Adresse angegeben worden und die technische Erreichbarkeit des Mail-Postfaches des Verbrauchers gegeben ist.
Der Verbraucher nimmt das Angebot an durch Überweisung des im Angebot ausgewiesenen Gesamtbetrages (Vorkasse -Nr.5-) auf das angegebene Anstaltskonto unter Angabe der Auftragsnummer. Mit der Zahlung erklärt sich der Verbraucher mit den AGB-ThürJVA-Fernabsatz und der Widerrufsbelehrung (Nr.2.2) einverstanden.
2.2 Widerrufsrecht:
Der Verbraucher kann seine Vertragserklärung innerhalb von zwei Wochen ohne Angabe von Gründen in Textform (z.B. Brief, Fax, E-Mail) oder durch Rücksendung der Sache widerrufen. Die Frist beginnt frühestens mit Erhalt dieser Belehrung und dem Empfang der Ware. Zur Wahrung der Widerrufsfrist genügt die rechtzeitige Absendung des Widerrufs oder der Sache.
Der Widerruf muss an die auftragnehmende JVA gerichtet werden. Das Widerrufs- bzw. Rückgaberecht gilt nicht für die Lieferung von Waren, die nach Kundenspezifikation angefertigt werden oder eindeutig auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten sind oder schnell verderben können.
2.3 Widerrufsfolgen:
Im Falle eines wirksamen Widerrufs sind die beiderseits empfangenen Leistungen zurückzugewähren und ggf. gezogene Nutzungen (z.B. Zinsen) herauszugeben. Kann der Verbraucher die empfangene Leistung ganz oder teilweise nicht oder nur in verschlechtertem Zustand zurückgewähren, muss der Verbraucher der auftraggebenden JVA insoweit ggf. Wertersatz leisten. Bei der Überlassung von Sachen gilt dies nicht, wenn die Verschlechterung der Sache ausschließlich auf deren Prüfung – wie sie dem Verbraucher etwa im Ladengeschäft möglich gewesen wäre – zurückzuführen ist. Im Übrigen kann der Verbraucher die Wertersatzpflicht vermeiden, indem er die Sache nicht wie sein Eigentum in Gebrauch nimmt und alles unterlässt, was deren Wert beeinträchtigt.
Paketversandfähige Sachen sind zurückzusenden. Der Verbraucher hat die Kosten der Rücksendung zu tragen, wenn die gelieferte Ware der bestellten entspricht und wenn der Preis der zurückzusendenden Sache einen Betrag von 40 Euro nicht übersteigt oder wenn der Verbraucher bei einem höheren Preis der Sache zum Zeitpunkt des Widerrufs noch nicht die Gegenleistung oder eine vertraglich
vereinbarte Teilzahlung erbracht hat. Anderenfalls ist die Rücksendung für den Verbraucher kostenfrei.
Nicht paketversendungsfähige Sachen werden beim Verbraucher abgeholt.
Verpflichtungen zur Erstattung von Zahlungen müssen vom Verbraucher innerhalb von 30 Tagen nach Absendung der Widerrufserklärung erfüllt werden.